Pen & Paper Rollenspiel - Was ist das überhaupt?

Der Überbegriff „Pen and paper role playing games“ beschreibt eine große Palette an Rollenspielen aus verschiedenen Genren. Gespielt wird weder auf einem Spielbrett, noch mit Miniaturen – hier spielt sich alles hauptsächlich in der Fantasie der Spieler ab. Grundsätzlich gibt es den „Meister“, der die Spielwelt zum Leben erweckt und sich die Abenteuer für die Helden ausdenkt, so wie die Spieler – welche, je nach Spielsystem und Vorlieben – viele verschiedene Heldentypen darstellen können. Der Meister beschreibt eine Situation, in etwa: „Ihr kommt in der Taverne an, kurz nachdem es dunkel geworden ist. Eure Pferde werden sofort von einem Knecht versorgt. Was tut ihr?“.

Nun liegt es an den Spielern ihre „Rolle“ zu spielen: Der Zwerg wird sich einen Krug Bier in der Schankstube nicht entgehen lassen, während der Priester sich zum Abendgebet auf ein Zimmer begeben wird (oder, je nach fiktiver Gottheit und Rang, das ganze Wirtshaus zu einer Zwangsmesse verdonnert).Die Helden sollten, damit das Spiel für alle amüsant ist, so gut wie möglich in der Rolle bleiben, und so mancher beweist schnell schauspielerisches Talent bei der Darstellung seines Charakters. Das Bestehen von Heldentaten ist freilich aber nicht nur davon abhängig, denn da gibt es dann immer noch den Würfel, der den Spieler wissen lässt, ob er sich nun an dem Seil festhalten kann, oder seine Hände langsam abrutschen...

Was gibt es für Möglichkeiten?

Es gibt viele verschiedene P&P RPGs. Zu den bekanntesten zählen wohl: Das schwarze Auge (DSA), Dungeons and Dragons (D&D), Vampire und Shadowrun. Während die ersten beiden eher mittelalterliche Fantasyuniversen sind, so kann Vampire sowohl im Mittelalter als auch in der Neuzeit gespielt werden. Shadowrun spielt in einer fiktiven Zukunft, in der die Fantasyelemente, wie z.B. Drachen, allerdings auch nicht zu kurz kommen. Außer diesen, eher Bekannten, gibt es allerdings noch eine breite Palette an anderen Welten. Genaue Informationen dazu findet man bei dem Rollenspielfan seines Vertrauens, sowie dem Verein „Die Gilde der Rollenspieler“.

Was ist sonst noch erwähnenswert?

Viele sind abgeschreckt durch die oft sehr dicken Regelbücher (Das komplette DSA Regelwerk umfasst wohl viele hundert Seiten), und fürchten sich daher, mit dem Spiel zu beginnen. Hier gibt es eigentlich nur zwei einfache Regeln: P&P Rollenspiel lernt man, indem man spielt. Und, man kann nichts falsch machen. Viele Gruppen unterstützten natürlich auch gerne Neulinge, und keiner braucht sich zu schämen, anfangs oft nachfragen zu müssen.

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